Javascript ist nicht aktiviert! Um den vollen Funktionsumfang zu nützen, bitte Java Script aktivieren!
share on google+  share on facebook  share on Twitter
Besichtigung der Tunnelbaustelle in Vomp
Am 26. Mai hatten einige von uns die Möglichkeit, die Tunnelbaustelle der "ARGE Tunnel Vomp Terfens" in Vomp (Inntal) zu besichtigen. Der Tunnel ist Teil des Ausbaus der Inntalbahnlinie und wird seine Verlängerung (irgendwann mal) mit dem Brennerbasistunnel in Richtung Italien finden. Bauherr ist die Brenner Eisenbahn Gesellschaft.
Der Tunnel wird von Vomp aus in zwei Richtungen aufgefahren, Richtung Osten in bergmännischer Bauweise, also im Sprengvortrieb, Richtung Westen in der sog. Rohrschirmmethode. Beiden Verfahren liegt die "Neue ßsterreichische Tunnelbaumethode" zu Grunde.
Gruppenfoto vor einer Spritzbetonmaschine.
Im Tunnel konnten wir die Herstellung der Innenschale besichtigen: Im Hintergrund sieht man die mit Folien abgedichtete Tunnelröhre, im Vordergrund sieht man Teile des Schalwagens, der hier gerade "zusammengeklappt" wird, und für das nächste Segment vorbereitet wird.
Im Bereich der Tunnelnischen wird der Beton mit Bewehrungseisen verstärkt. Der Schalwagen wird dann in diesen Bereich weitergeschoben, und der Beton dahinter eingefüllt.
Ein Teil der (fast) fertigen Tunnelröhre: Die Sohle des Tunnels wird fast bis zur links sichtbaren Kante betoniert, um der Röhre die entgültige Stabilität zu geben.
Der westliche Bereich des Tunnels wird in der sog. Rohrschirmmethode vorangetrieben. Dabei werden 18 Meter lange Rohre im Bereich des Tunnelfirstes (der Strosse) in das lockere Material gebohrt und mit Zement verpresst. Danach wird das Lockermaterial darunter mit speziellen Tunnelbaggern, deren Ausleger in alle Richtungen schwenkbar ist, herausgebaggert, und mit Spritzbeton gesichert.
An den Tunnel schließt sich im Westen eine Galerie an, die alten Streckengleise werden nebenbei entlang führen, die neuen Gleise liegen geschützt in der Galerie.
Erstaunt hat uns, welcher Aufwand betrieben wird, "nur" damit den dortigen Bauern am Ende kein Grund verloren geht. Vor allem die massive Bauweise erinnerte eigentlich mehr an einen Bunker.
Autor: Michael SchleifenbaumErstellt am: 30.05.2005Zuletzt bearbeitet: 05.10.2007