Javascript ist nicht aktiviert! Um den vollen Funktionsumfang zu nützen, bitte Java Script aktivieren!
share on google+  share on facebook  share on Twitter
Bahnhofsoffensive 2019
Gleisbau - 31.03.2019
Nachdem der Anlagenteil komplett abgebaut wurde, und der neue Grundrahmen montiert wurde, haben wir mit dem Bau der Bahnhöfe begonnen. Als Grundplatte wurde in gewohnter Weise eine 19mm Dreischichtplatte verwendet, darauf 5mm Kork. Die massive Platte soll es auch ermöglichen, dass man sich mal auf den Gleisen Aufstützen kann, ohne im Untergrund mit Rahmen und Verstärkungen alles zu verbauen. Die Platte wurde an den Aussenseiten auf 2cm Holzleisten gelegt, damit draunter genug Platz für die Kabelführung vorhanden ist.
Ähnlich wurden die Trassen gebaut (bis jetzt erstmal die neue Hauptstrecke), allerdings haben wir hier nur jeweils 4 cm Korkstreifen unter die Gleise geklebt, um ein entsprechendes Schotterbett gestalten zu können.
Die ursprüngliche Idee, die Bahnhofsplatte wie damals beim Umbau in Altburg nach dem Verlegen der Gleise aufzuklappen, um die Verkabelung durchzuführen, haben wir aufgegeben, weil sich die 7,5 Meter zu stark verwunden hätten... Also wurde alles fix montiert, und die ersten Weichen ausgelegt...
Wie erwähnt haben wir uns diesmal entschieden, die Gleise in den Bahnhöfen nicht mit Roco Line zu bauen. Im Fall des neuen Bahnhofs Zell (der überdies einen neuen Namen bekommen wird) haben wir uns für die sehr schönen Weichen von Weinert entschieden.
Die Wahl fiel auf die flexiblen verkürzten Weichen, damit auch die Einfahrten ein wenig geschwungener gebaut werden konnten.
Leider hat sich beim Aufbau gezeigt, dass das alles nicht so einfach sein sollte, wie gedacht. Die Weichen sind so flexibel, dass erst die Schienenprofile mit dem Schwellenband verklebt werden müssen,die Herzstücke und auch der Rest der Weiche ist nicht vorverkabelt, soll heißen, hier sind alle Überbrückungen noch nachträglich einzulöten. Dazu kommen die von der Idee her guten Schienenverbinder von Weinert, die das Kleineisen der Schwellen immitieren, aber sehr fummelig zu montieren sind. Letztelich haben wir die Flexgleise untereinander mit H0e Schienenverbindern verbunden, einzig bei den Weichen wurden die Isolierungen mit Weinert Teilen hergestellt. Naja... Das ist wohl eher was für Dioramenbauer.
Das Ergebnis kanns ich aber sehen lassen. Schlanke Weichenstraßen, vorbildgerechte Gleisabstände... Probefahrten mit Waggons verliefen sehr zufriedenstellend.
Währenddessen haben sich die Kollegen im Nebenbahn Bahnhof mit den Tillig Gleisen herumgeplagt, und ein anderer Trupp hat den neuen Schmalspurbahnhof mit Peco gelegt. Dazu nächstes Mal mehr.
Entkernt - 07.02.2019
Mittlerweile ist der Abriss vollendet. Wir haben wirklich alles bis auf den Eisenrahmen abgebaut. Der Bahnhof Zell konnte in gute Hände abgegeben werden, wir lassen uns überraschen, was daraus werden wird. Der Rest, der wieder verwertet werden kann, wird gelagert. Zwischendurch wird immer wieder sauber gemacht, um den Dreck im haus zumindest etwas in Grenzen halten zu können.
Richtung Falkenstein ist das Loch - wie eigentlich nicht anders zu erwarten war - auch noch gewachsen. Die alte Platte, auf der der Bahnhof montiert war, wird letztendlich doch ersetzt. Eine richtige Entscheidung, früher hat man gerne Spanplatten verwendet (hier war es eine alte Roco Werbetafel), die aber furchtbar zu bearbeiten sind, und bei der fast jedes Schraubenloch vorgebohrt werden muss. Nebenbei bietet sich so die Gelegenheit, die darunter liegende Schmalspurtrasse, die wie so vieles nachträglich in die bestehende Anlage eingebaut wurde, herzurichten und für den weiteren Betrieb betriebssicherer zu machen.
Noch steht der Burgberg, ziemlich wackelig zwar...
Der Schattenbahnhof ist auch besser zugänglich, deshalb nutzen wir gleich die Möglichkeit, die obere Ebene umzubauen, und wie in der unteren Ebene Gleise zu schaffen, in denen drei Züge hintereinander abgestellt werden können. Dazu werden zwei Weichenstraßen ausgebaut und die Gleise verbunden. Die neue Ausfahrt mündet in eine zweigleisige Strecke (die ehemalige Umfahrung), um hier eine raschere Zugfolge sicherstellen zu können. Im Bereich des Schattenbahnofs ist nach wie vor das alte 2,5 mm Gleis verlegt, das auch wieder entsprechend ergänzt wird.
Die Festung Hohenwerfen geht inzwischen auf Wanderschaft. Natürlich wird das Modell wieder an seinem angestammten Platz eingebaut. Um das zu erleichtern, haben wir uns entschieden, den Berg auf Höhe des ehemaligen Schmalspurbahnhofs abzuschneiden. Der Berg wird so umgebaut, damit er auf seinem neuen Platz abhebbar ist, um eventuell notwendige Arbeiten leichter durchführen zu können, aber auch um die Trasse der Schmalspurbahn besser erreichen zu können, und auch um die Fahrleitung in dem Bereich besser bauen zu können.
Abriss - 22.01.2019
Am 6. Jänner, kurz nach 17 Uhr werden die Züge von der Anlage geräumt, die Autos, Figuren und Bäume entfernt und möglichst schonend gelagert. Wir wollen natürlich was möglich ist wieder verwenden, gerade die teuren Shilouette Bäume sollen zum Teil an anderer Stelle gepflanzt werden, der Rest wird auf dem neuen Teil wieder wachsen. Die Oberfläche ist schnell leer geräumt, mehr Zeit braucht es, um unter Tage die unzähligen Meter Kabel auszubauen, sämtliche Weichenandtriebe abzumotieren und alle verwendbaren Teile vorzusortieren.
Kabel und Hardware für die Steuerung des Bahnbetriebes werden wieder vewendet. Ebenso die Roco Kabel Klips, die in der Vergangenheit recht gute Dienste geleistet haben. Die Signale sind ebenfalls ausgebaut und warten auf ihren neuen Einsatz.
Erst beim Abbau der Landschaft ist vom geplanten Umbau wirklich was zu sehen. Jetzt ist auch das letzte Stück über 40 Jahre alter Trasse Geschichte. Dieser Anlagenteil wurde 1978 von der Riedenburgkaserne (unser damaliges Domizil) hierher nach Parsch übersiedelt. Im Laufe der Jahre wurde sehr viel umgebaut, die Spuren davon kann man beim Abriss sehr gut sehen. Mehrere Schichten Landschaft, für die jeweilige Zeit entsprechendes Baumaterial, Holz in allen Varianten und viel Gips kommen jetzt zum Vorschein. Verwendbar ist von alledem eigentlich nichts mehr, und abbauen läßt sich kaum ein Teil ohne Beschädigungen.
Jetzt kommt auch die Unterkonstruktion zum Vorschein. Auf einem massiven Eisenrahmen liegt der über 40 Jahre alte Holzrahmen, auf dem die Landschaft aufgebaut ist. Der Holzrahmen wurde im Laufe der Jahre so oft zuersägt und zusammengestückelt, dass wir uns entschieden haben, ihn auch zu entfernen, und den neuen Teil von Grund auf neu zu bauen. Einzig der Burgberg im Hintergund wird stehen bleiben.
Darunter sind die beiden Schattenbahnhöfe sichtbar, die bis auf einige kleine Gleiskorrekturen bei diesem Umbau unangetastet bleiben.
Bahnhofsoffensive 2019 - 08.01.2019
Ein wirklich großes Bauvorhaben.
Um gleich die erste Frage vorweg zu nehmen, weshalb wir diesen Umbau durchziehen werden: Umbauten an unserer Anlage haben schon eine gewisse Tradition. Viele Besucher sind neugierig, was wieder Neues zu finden sein wird, und wir wollten eben auch immer etwas Neues bieten. Das hat der Anlage ein gewisses leben eingehaucht. Stillstand ist nicht immer die beste Wahl, so wie wir bemüht sind, unseren Fuhrpark zu erneuern, versuchen wir auch, die Landschaft besser, schöner und stimmiger zu gestalten. Seit dem letzten Umbau in diesem Bereich sind 20 Jahre vergangen, in dieser zeit hat sich gerade am Sektor des Landschaftsbaus einiges getan. Ebenso gibt es mittlerweile beim Gleisbau und Gebäudebau andere Möglichkeiten.
Was lag also näher, als einen Teil der Anlage neu zu gestalten? In der Vergangenheit wurden viele Bereiche nur oberflächlich neu gestaltet, darunter blieb es oft beim alten. Zuerst wollten wir den Mittelteil der Anlage erneuern, der es auch wirklich nötig hätte. Nachdem die ersten Ideen herumgeschwirrt sind, kam der Gedanke, in Zell und Buchheide anzufangen, und sich dann in die Mitte weiterzuarbeiten. Nach und nach nahmen die Ideen konkrete Formen an: Die Streckenführung wurde diskutiert, die Gestaltung der Landschaft, Gleispläne wurden gezeichnet, und im Internet wurde recherchiert.
Bei diesen Recherchen stießen wir auf den Bahnhof Sigmundsherberg in Niederösterreich, dessen Gleisplan ein idealer Ausgangspunkt für weitere Planungen darstellte. Die Wahl des Gleissystems fiel auf Weinert's "Mein Gleis", und so entstand ein erster greifbarer Gleisplan.
Um das Ganze abzurunden, sollte der Schmalspurbahn mehr Raum geboten werden. Sie sollte mehr oder weniger eigenständig sein, und nicht, so wie jetzt, neben der Hauptstrecke verlaufen. Ein neuer Bahnhof sollte entstehen, der auch die Möglichkeit bietet, Fahrzeuge zu präsentieren. Erste Skizzen schauten vielversprechend aus, und so wurde der Umbauplan langsam vollständig:
Der neue Bahnhof (der noch keinen Namen hat) wird an gleicher Stelle wie bisher entstehen, die Gleisführung wird sich aber ändern, und die Hauptstrecke wird in anderer Richtung durch den Bahnhof geführt. Im Bahnhof entsteht ein Heizhaus mit Drehscheibe. Der Anlagenteil wird mittig durch einen Bergrücken getrennt, bahnhofseitig wird die Nebenbahn geführt, aud der anderen, der Landschaftsseite, bekommt die Schmalspurstrecke ausreichend Platz. Auf diesem Landschaftsteil wird ein kleiner Fluß dominieren, der sicherlich den einen oder anderen spannenden Blickwinkel erlauben wird.
Unterhalb von Hohenwerfen entsteht der neue Bahnhof der Schmalspurbahn, der Bahnhof Falkenstein bekommt eine neue Einfahrt und wird ebenfalls neu verlegt. Dazu das DC Carsystem, das das bisherige System nach und nach ablösen soll.

Viel zu tun also, aber wir sind motiviert, und wir werden an dieser Stelle und auf Facebook über unsere Umbaufortschritte ausgiebig berichten. Viel Spaß!
Autor: Michael SchleifenbaumErstellt am: 08.01.2019Zuletzt bearbeitet: 08.01.2019