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Clubreise 2012 - Schweiz
Die Schweiz - ein Dauerbrenner, was Eisenbahn betrifft. Die Fahrt vor zwei Jahren hat uns derart begeistert, dass wir heuer wieder hin wollten. In vier Tagen kann man natürlich unmöglich alles anschauen, was einen interessiert, aber wir haben es geschafft, auch heuer wieder eine abwechslungsreiche Rundreise zu machen.
Highlight war diesmal die Fahrt auf den Gornergrat bei herrlichstem Spätsommerwetter.
Unseren Stützpunkt hatten wir diesmal in Fribourg aufgeschlagen, ursprünglich war eine richtige Rundreise geplant, aber es erwies sich als praktischer, nicht jeden Tag mit dem Gepäck reisen zu müssen.
Erste Station nach der Fahrt mit dem Nachtzug von Salzburg nach Zürich war die Waldenburgerbahn. Die einzige 750 mm Schmalspurstrecke der Schweiz verbindet Liestal mit Waldenburg. Die Fahrt dauert knapp 30 Minuten. Erstaunlich, wie flott es da zeitweise dahinging.
Von Waldenburg brachte uns das Postauto nach Balsthal.
Die OeBB (Oensingen Balsthal Bahn) dürfte wohl eine der kürzesten Privatbahnen in der Schweiz sein. In nicht einmal 10 Minuten haben wir das gesamte Streckennetz abgefahren. Leider nicht mit solch "historischem" Material, aber immerhin mit einem schönen alten, von der SBB übernommenen NPZ (Nahverkehrs Pendel Zug).
Modernes Reisen war dann zwischen Solothurn und Neuchatel angesagt. Ursprünglich wollten wir dann weiter nach Buttes und über Ste-Croix und Yverdon-les-Bains nach Fribourg ins Hotel fahren. Spontan haben wir uns für eine Schifffahrt über den Neuenburgersee entschieden, und damit die Strecke ein wenig abgekürzt.
Auch das muss sein: Besprechung des kommenden Tages bei einem kühlen Bier. Das mag jetzt wie das totale Klischee eines "Eisenbahnfreundes" wirken, aber es war wirklich entspannend.
Zweiter Tag: Fribourg - Bern - Lötschberg - Brig - Zermatt - Gornergrat
Bis Bern gings ja, aber über den Lötschberg war der Zug derart brechend voll, dass man nicht mal mehr umfallen konnte. Und das an einem Freitag Vormittag. Hierzulande wohl unvorstellbar.
Von Brig gings dann mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn bis Zermatt. Auch wenn es so ausgeschaut hat, das Matterhorn war erst ganz kurz vor Zermatt zu sehen. Und das bei wolkenlosem Himmel!
Die Endstation auf dem Gornergrat liegt auf gut 3.000 Meter Seehöhe. Die Aussicht war beeindruckend. Auch wenn man die Gletscher um einiges größer in Erinnerung hatte.
Tag 3: Hybrid? DUOBus? Hilfsantrieb? Egal. Erstaunlich war, wie schnell der Systemwechsel vor sich ging, und wie flott die Busse unterwegs waren.
Nächste Station: Museumsbahn Blonay - Chamby. Die Strecke gehörte einst zur MOB, wurde in den 1960er Jahren stillgelegt und dient seither dem Museumsverein als Betriebsstrecke. Ausgerechnet an diesem Samstag hatten sie ein Jubiläum zu feiern, und die Gelegenheit liessen wir uns nicht nehmen, eine Runde mit dem Saurer zu fahren.
Das Museum selbst war im krassen Gegensatz zu ettlichen Museen hierzulande keine Schrottsammlung. Fahrzeuge verschiedenster Bahnen in meist betriebsfähigem Zustand konnten fotografiert werden, einige luden zur Mitfahrt ein. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz...
Besonders herausgeputzt waren zwei Dampfloks.
Nach dem Museumsbesuch fuhren wir am Genfer See entlang bis nach Aigle. Dort bieten sich mehrere Schmalspurbahnen an, wir haben kurzerhand die Strecke nach Les Diablerets gewählt. Zuerst durch Weinberge, dann durch eine Schlucht bis in den Spitzkehrenbahnhof Le Sepey, weiter bis zur Endstation, ergaben sich viele schöne Blicke hinunter ins Tal.
Der freundliche Her Huber hat uns dann mit seinem Postauto nach Gstaad gefahren. Dabei hat er keinen Autofahrer, Motorradfahrer, Fussgänger und Radfahrer ausgelassen, und wirklich jeden freundlich gegrüsst...
Abendessen in Bern: Rösti würde verlangt und es wurde gegessen. Geschmeckt hats gut, ein angenehmer Ausklang des Tages mitten in der Berner Innenstadt.
Letzter Tag: Albulastrecke.
Ursprünglich wäre geplant gewesen, Albula und Bernina an einem Tag zu machen, mit Übernachtung am Berninapass. Dort war aber schon Anfang des Jahres alles ausgebucht.
Landwasserviadukt und Albula-Karusell beeindruckten, die Rückfahrt von St. Moritz durch den Vereinatunnel haben wir aber verschlafen...
Vielleicht die nächste Fahrt? Bernina - Tirano und dann Mailand? Mal sehen, wozu wir im kommenden Jahr Lust haben!
Autor: Michael SchleifenbaumErstellt am: 20.09.2012Zuletzt bearbeitet: 18.09.2012