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70 Jahre Obus in Salzburg
Anfang Oktober 1940 ersetzte die erste Obuslinie die damalige Strassenbahn, die von der Bevölkerung liebevoll "rasende Eierspeis" genannt wurde. Grund genug, dieses Jubiläum entsprechend zu feiern. Heute, 70 Jahre später ist der Obus in Salzburg ein fixer Bestandteil des öffentlichen Verkehrs. Glücklicherweise gibt es einige Enthusiasten, die sich auch um den Erhalt historischer Fahrzeuge kümmern. Allen voran der Verein "Pro Obus Salzburg", der sich um die wenigen historischen Fahrzeuge kümmert.
Am Samstag den 2 Oktober gab es, fast auf den Tag genau nach 70 Jahren in der Zentralgarage Alpenstrasse einen Tag der offenen Tür, bei dem man auch die Gelegenheit hatte, mit diesen historischen Fahrzeuge zu fahren. Besonderes Schmankerl war ein Obus aus dem deutschen Baden Baden, der zu Gast war.
Der Gast aus Baden Baden bei der Einfahrt ins Gelände der Zentralgarage Apenstrasse.
Obus 123 ist leider kein echter Salzburger. Früher hatte man leider viel zu wenig für den Erhalt historischer Fahrzeuge übrig, alles wurde gnadenlos entsorgt. Der 123er ist ursprünglich aus Solingen, bauartgleiche Fahrzeuge (mit Detailunterschieden) waren aber in Salzburg lange Jahre im Einsatz.
Der Obus 224 aus Baden Baden. Er wurde, wie der 123er von englischen Obusfreunden vorbildlich restauriert und durfte zu Jubiläum in Salzburg seine Runden drehen.
Zwischen der Zentralgarage und Alpensiedlung Süd konnten die Besucher eine Runde mit den alten Bussen drehen.
In der Zentralgarage konnte man der neuesten Generation von Obussen, den Solaris Trollino, aufs Dach steigen. Hier sieht man, wieviel Tecnik allein in den Stromabnehmerstangen steckt. Sie können, wie bei einigen älteren VanHool Obussen automatisch abgesenkt werden.
Zwischen der Alpensiedlung Süd und dem Hauptbahnhof verkehrte ein Pendelverkehr mit den einzigen zwei "echten" Salzburger Museumsbussen. Obus 178 ist der letztgebaute Vertreter dieser Type in Salzburg und konnte, wenn auch nicht ganz ohne Probleme, vor dem Schneidbrenner gerettet werden. Er ist auch heute noch regelmäßig als Verstärker im Linieneinsatz.
Obus 109 ist der letzte Vertreter seiner Art. Von den Steyr-Obussen wurden nur wenige Stück für Salzburg und Linz gebaut, erhalten ist nur mehr dieses Fahrzeug.
Kein Obus, aber auch ein echter Salzburger. Der ehemalige Stadtwerke-Info-Bus kam heuer zurück, nachdem ihn sein Besitzer, ein Jugendverein, nicht mehr benötigte. Das weitere Schicksal ist noch nicht ganz geklärt, er soll aber vorerst mal erhalten bleiben.
Obus 224 auf der Rückfahrt von einem Abstecher nach Salzburg Süd.
Obus 123 und Obs 109 in der Endhaltestelle Alpensiedlung Süd.
Als stimmiger Abschluss: Ebenfalls am 2. Oktober fand die "Lange Nacht der Museen" statt. Den Besuchern wurde dazu ein Netz aus Zubringerlinien angeboten, da durfte der 224er natürlich nicht fehlen. Hier in der ehemaligen Maxglaner Obuskehre, heute Haltestelle Hans Schmid Platz.
Autor: Michael SchleifenbaumErstellt am: 03.10.2010Zuletzt bearbeitet: 03.10.2010