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Unsere alte Steuerung wurde mit einer selbst entwickelten Software bedient. Diese Software war auf unsere Vorgaben und Bedürfnisse zugeschnitten. Dies hatte viele Vorteile, aber natürlich auch ettliche Nachteile. Den Hauptnachteil, dass die Wartung und Weiterentwicklung lediglich von einer Person abhing, wollten wir unbedingt beseitigen.
Wir machten uns also auf die Suche nach einer geeigneten Steuerungssoftware, die unsere Elektronik auch ansteuern konnte (wir sind mit der neuen Elektronik LENZ-kompatibel). Nach einigen Downloads und Testversionen im Internet sind uns besonders zwei Softwarepakete aufgefallen:

1. Railware
2. TrainController (Railroad & Co.)
Da uns Railware sowohl von der Optik als auch von der Bedienung und von der Konfiguration am besten gefiel, entschieden wir uns anfänglich (was sich im Lauf der Zeit jedoch als grosser Fehler heraustellte) für Railware.
Ein Clubkollege stellte uns freundlicherweise seine Railware-gesteuerte Anlage zur Verfügung: So konnten wir dann auch unsere Testanlage in Betrieb nehmen...
Wir fanden uns mit Railware relativ rasch (trotz fehlenden Handbuchs und mangelhafter Dokumentation) zurecht.
Leider stürzte die Software derart oft (und auch nicht nachvollziehbar) ab, dass es mehr Frust als Lust war...
Auch der Support bei Railware (sofern man wochenlange Antwortzeiten auf Anfragen noch als solchen bezeichnen kann) konnte uns nicht weiterhelfen, auch wenn der Kontakt sehr freundlich und nett war.
Viele Sachen funktionierten einfach nur ab und zu, andere gar nicht, und die Updates strotzten nur so von neuen Fehlern...
Wir wagten dann einen Blick hinter die Railware und schauten uns die Datenbank an. Uns wurde dann relativ rasch klar, warum es zu ständigen Abstürzen und Inkonsistenzen in der Datenbank kam. Eine veraltete Datenbank und ein Datenbank-Design, dass keine Relationen verwendete, sondern simple Text vergleicht und so mehrfach redundante Informationen enthält, kann nicht einwandfrei funktionieren.
Nach mehr als einem halben Jahr Test entschieden wir uns dann, Railware Good-Bye zu sagen. Schade...
Als zweites auf unserer Liste stand der TrainController (Railroad & Co.) von Freiwald. Zuerst fiel uns das perfekte und umfangreiche Handbuch auf. Die Software kommt im modernen Windows Stil daher. Leider mussten wir unser gesamtes Wissen über Steuerungssoftware über Board werfen. Denn TrainController arbeitet völlig anders, als alle (uns bekannten) anderen Steuerungsprogramme. Nach einem Workshop und intensiven Studium des Handbuchs, ein paar Fragen im Forum (die innerhalb von Stunden beantwortet werden und wurden) konnten wir die ersten Weichen schalten und die ersten Züge rollten über unsere Anlage. Der große Vorteil an TrainController ist die enorme Flexibilität. Ob millimetergenaues Anhalten vor Signalen oder die freie Ausleuchtung von Weichenstrassen - es bleiben (fast) keine Wünsche offen. Der Preis dafür ist ein wesentlich höherer Konfigurationsaufwand - der lohnt sich aber!

Zum Thema Absturz: Mit TrainController hatten wir bis dato erst einen einzigen Software-Absturz, und da wurden wir noch gefragt, ob wir die vorgenommenen Änderungen abspeicher wollen. Einfach nur Vorbildlich!
Wenn Sie uns jetzt Fragen, welche Software wir empfehlen würden, würde unsere Antwort folgendermaßen lauten:

TrainController.Läuft absolut stabil, extrem flexibel, skalierbare Versionen (Bronze, Silber, Gold) sparen Geld bei der Anschaffung, sehr gut dokumentiert, schneller und hilfreicher Support!

Railware hat einen sehr guten Ansatz und ist einfach zu konfigurieren. Aber da diese Software derart viele Fehler hat, können wir nur raten, die Finger davon zu lassen - außer es kommt irgendwann der Tag, an dem diese Software auch so fehlerfrei und stabil läuft wie TrainController. Aber können wir solange warten?
Autor: Andreas KönigErstellt am: 23.12.2010Zuletzt bearbeitet: 16.01.2011