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Manchmal ist "Altes Eisen" einfach nur bewundernswert, manchmal aber auch nicht! Unser "Altes Eisen" ist eher eine Belastung und so entschlossen wir uns, unsere alte Elektronik in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken.
Nach knapp 20 Jahren hat die alte Analogsteuerung, die damals ebenfalls von Clubmitgliedern entwickelt wurden endgültig ausgedient. Warum? Weil die Technik einfach in die Jahre gekommen ist, elektronische Bauteile altern, Kurzschlüsse tun ihr übriges dazu und das "Arsenal" an Reserverplatinen ist auch ausgeschöpft. Reperaturen zahlen sich oft nicht aus, und neue Blockplatinen nachzubauen kommt wegen des großen Aufwandes nicht in Frage.
Das digital Zeitalter hat nun auch für den 1. SMEC begonnen. Diese Seite soll an die mehrere dutzend Einschübe mit Ihren Europarkarten in konventieller Bestückung erinnern.
Zur Geschichte: Vor langer langer Zeit...
Ungefährt 1990 entschieden wir uns vom Roco System (GBS) zu einer eigenentwickelten Elektronik zu wechseln. Wir entwickelten Analoge-Blockplatinen, Weichenplatinen und Pultplatinen. Die Elektronik war komplette zentralisiert und in 19" Einschüben untergebracht. Pro Einschub brachten wir 10 Blöcke unter. Die Blockplatinen konnten nicht besonders viel und waren zudem (auf grund der damligen Technik) auch nicht "intelligent". Ebenso fehlte einiges an ßberwachungstechnik (z.B. schlechte Kurzschlusserkennung)
Jeder Block der Anlage (in Summe ca. 300) wurde mit den insgesamt gut 30 Einschüben verbunden. Eine eigens entwickelte Software kümmterte sich dann um die Verbdingung Pult-Computer-Anlage.
Mit dieser Software war ein relativ guter und sicherer Fahrbetrieb möglich.
Unsere Anlage wurde über drei Stellpulte gesteuert. Dabei wurden nicht einzelne Weichen, sondern ganze Fahrstraßen gestellt, automatisch Schutzweichen verriegelt und Signale freigegeben. Durch die Wahl der Fahrstraße wurde die Fahrtrichtung des Zuges festgelegt. Die Zugfahrten wurden ständig von einem Computer überwacht, und gegeneinander abgesichert.

Auf dem Bild ist das im Jahr 2010 noch in Betrieb befindliche Stellpult der Schmalspurstrecke. Die H0e Spur wird erst in den nächsten Jahren auf Digital umgerüstet.

Diesen Pulten trauen wir doch ein wenig nach, Sie waren extrem übersichtlich und leicht zu bedienen, wenn auch sehr unflexibel bei Erweiterungen im Gleisplan. Die "neuen Pulte" existieren nur noch virtuell in unserem Steuerungs PC und zeigen auf grossen Flachbildschirmen den Gleisplan an. Bedient wird mittels Tastatur und Maus.
Bahnhöfe und Strecken waren in Blockabschnitte unterteilt, die beiden Schattenbahnhöfe mit insgesamt 60 Abstellgleisen konnten wahlweise manuell oder automatisch bedient werden. Anfahr- und Bremsverzögerung, sowie die Höchstgeschwindigkeit konnten für jeden Block individuell eingestellt werden, die Fahrspannung jedoch nur sehr eingeschrenkt.

Um Auffahrunfälle auszuschließen sind die Züge mit stromabnehmenden Schlusswagen ausgestattet. Reißt ein Zug ab, so verhindert die Besetztmeldung das Auffahren des nachfahrenden Zuges.
Neben den Blöcken gab es dann noch die Weichenplatinen, die ebenfalls in 19" Einschüben untergebracht waren.
Die Weichenplatinen waren zusätzlich mit Polyfuse Sicherungen und einer Weichenlagerückmeldung (über die Endabschaltung der Spulenantriebe) ausgestattet.
Dieser Kabelsalat fiel bei der Demontage der Einschübe im Jahr 2010 an. Wir ersetzten alle Kabel durch neue (EIB) Kabel. Nicht weil es unbedingt notwendig war, aber durch eine bessere Verteilung der Einschübe (was mit der alten Elektronik nicht möglich war) konnte so zugleich auch die Verkabelung wesentlich sauberer durchgeführt werden.
Autor: Andreas KönigErstellt am: 26.05.2010Zuletzt bearbeitet: 27.05.2010