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Der Messwagen
Mit grossen Taten schreiten wir voran. Neben dem aktuellen Geschehen auf und unter der Anlage wird aber auch Zuhause in der Bastelstube fleißig weitergearbeitet!
Das Problem: Unsere Anlage besteht aus ca. 1000 Metern Gleis und ca. 250 Blöcken. Jeder Block muss exakt vermessen werden, damit die Züge korrekt abbremsen und auch richtig stehenbleiben. Dazu muss nicht nur die Länge des Gleises, sondern auch die Position der beiden Halteabschnitte sowie ggf. ein Bahnsteig vermessen werden.
Ursprünglich wollten wir das mit einem Meterstab oder Rollmeter durchführen, was jedoch bei Kurven (und das sind viele) nur sehr ungenau möglich ist.
Dann viel uns der Fleischmann Messwagen auf, der jedoch nach einigen Versuchen wieder zur Seite gelegt war, da er viel zu ungenau ist.

Kurzer Hand entschossen wir uns dann, einen eigenen Meßwagen aufzubauen. Als "Fahrgestell" wird ein normaler Flachwagen von Roco verwendet. Auf diesen haben wir eine kleine Elektronikplatine aufgesetzt und diese mit 7-Segmentanzeigen, Spannungsversorgung, ein paar Tasten und Mikrokontroller bestückt.
Die 7-Segmentanzeige zeigt nun die zurückgelegte Entfernung in Metern dynamisch an. D.h. bis zu 9.999 Metern werden die Entfernung auf den Millimeter genau angezeigt, darüber in Zentimeter, bzw. Dezimeter oder nur noch Metern. So lassen sich mit den 4 Stellen von 1mm bis zu 9999m anzeigen.
Aber wie funktioniert's?
Im Prinzip ist die Sache ganz einfach. Auf einer der beiden Achsen sitzt eine Kunststoffscheibe (aus einer alten Maus) mit vielen Schlitzen, die in eine Lichtschranke greift. Dreht man nun das Rad so bekommt man pro Umdrehung ca. 40 Impulse. Die Lichtschranke hat zwei Empfänger: So kann man sogar die Richtung bestimmen, was den Vorteil hat, dass man sich nicht verzählen kann (Wenn man den Wagen zuweit schiebt, genügt es, diesen einfach zurückzuschieben und die Anzeige läuft wieder zurück und nicht mehr vorwärts).
Gespannt sind wir schon darauf, was die Anzeige anzeigt, wenn wir den Wagen in ein paar Monaten einmal komplett die Anlage abfahren lassen!
Nach getaner Arbeit gabs dann auch noch eine Belohnung in Form einer etwas üppigeren Jause!
Für die Profis und für Interessierte gibts hier noch den Schaltplan als PDF-Download.
Autor: Andreas KönigErstellt am: 03.03.2010Zuletzt bearbeitet: 03.03.2010