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Strassenbahn in Lissabon
Seit 1901 verkehrt in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon die elektrische Straßenbahn. Das Netz erreichte bis Ende der 1950er Jahre seine größte Ausdehnung, heute sind von den einst 27 Linien noch ganze 5 übrig. Einzig die Linie 15E kann als moderne Straßenbahnlinie bezeichnet werden, die anderen Strecken werden nach wie vor mit den alten, zweiachsigen Triebwagen mit Rollenstromabnehmer bedient. Kein Wunder, die modernen Niederflurfahrzeuge von Siemens hätten in den engen Gassen keine Chance.
Die Spurweite beträgt 900 mm, die noch existierenden alten Strecken sind teils abenteuerlich verlegt, Radien weit unter 20 Meter und Steigungen, die die Gmundner Straßenbahn alt ausschauen lassen machen den Reiz aus...
Die Fotos wurden allesamt am 2. und 3. Mai 2009 gemacht.
Die erste Begegnung: Ein Triebwagen der Linie 12E wartet an der Endstation "Rossio" im Zentrum der Stadt. Diese Linie wird nur in einer Richtung als Ringline betrieben...
... deren Gleisführung ihren eigenen Reiz hat. Die engen Gassen rund um das "Castelo de Sao Jorge" haben die Erbauer der Straßenbahn mit Sicherheit vor einige Probleme gestellt.
Am Aussichtspunkt "Miraduoro de Santa Luzia" trifft die Linie 12E auf die bekannte Linie 28E, die heute in erster Linie eine Touristenattraktion darstellt. Die Streckenfühung ist auch auf dieser Linie ziemlich spektakulär. Die kurzen zweiachsigen Triebwagen mit ihrem engen Radstand sind wie geschaffen für die verwinkelten und steilen Gassen in der Altstadt.
Die Linie 28E führt durch das Stadtviertel "Bairro Alto" Richtung "Prazeres".
Neben den 5 Straßenbahnlinien betreibt die Gesellschaft "Carris" auch noch drei Schrägaufzüge.
Hier der "Elevador da Bica". Die Standseilbahnen sehen der Tram nicht unähnlich, das Seil verläuft unterirdisch, die Stromabnehmer dienen lediglich dazu, den Wagen mit Strom für die Beleuchtung zu versorgen.
Die Doppelstromabnehmer sind übrigens nicht mit Schleiftsücken, sondern ebenfalls mit Rollen versehen.
An einigen Stellen müssen sogar die Fußgänger in Hauseingänge verschwinden, wenn die Tram kommt. Ein anderes Verkehrsmittel hätte da wohl keinen Platz.
Die Linie 15E wird mit modernen Niederflurfahrzeugen bedient.
An der Endstation in "Graca".
Abendstimmung beim Aussichtspunkt "Santa Luzia".
Zum Schluß noch der "Ascensor da Gloria". Die Fahrt mit diesen Gefährten macht Spaß, und glücklicherweise sind es nicht nur reine Touristenattraktionen. Strassenbahnen und Schrägaufzüge werden auch von den Einheimischen benutzt.
Bleibt zu hoffen, dass einige der stillgelegten Strecken wieder eröffnet werden, Gleise und sogar die Fahrleitung sind in vielen Fällen noch komplett vorhanden.
Fotos: Michael Schleifenbaum
Autor: Michael SchleifenbaumErstellt am: 14.05.2009Zuletzt bearbeitet: 14.05.2009