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VerkehrsgeschichteGleich nach Erscheinen des Faller-Car-Systems wussten wir: Das müssen wir auf unserer Anlage haben! Fristete am Anfang unser Car-System noch ein Schattendasein, so wurden mit der Zeit die Strecken erweitert. Im Folgenden ein kleiner Rückblick auf den Werdegang unseres Straßenverkehrs.
Angefangen hat alles mit einer Faller-Car-System Strecke zwischen der heutigen Ortschaft Schönblick und dem Bahnhof Zell. Wie von Geisterhand gesteuert konnten zwei Fahrzeuge zwischen den einzelnen Endpunkten pendeln. Nachdem sich das System mehr oder weniger bewährt hatte, und unsere Besucher großes Interesse daran zeigten, folgte als nächstes die Stadt Altburg mit einem eigenen Kreis. Steuerungstechnisch schon um einiges komplizierter wurden hier mehrere Weichen, Kreuzungen und Stoppstellen eingebaut, die Steuerung selbst erfolgte noch mittels Relais. Die Begeisterung war groß, als plötzlich Stadtbusse ihre Runden durch die engen Gassen der Altburger Altstadt drehten, und, fast wie beim Vorbild, entlang der Mönchsbergwand durch die Gstättengasse fuhren. Doch sehr schnell zeigte sich, dass der nachträgliche Einbau des Car-Systems in eine bestehende Anlage, mit ihren engen Kurven und Steigungen auf die Dauer nicht unproblematisch war. Ein Wiederbelebungsversuch mit integrierter Feuerwehr und Brandszene scheiterte vorerst, weshalb die Stadt Altburg längere Zeit ohne CarSystem auskommen musste.

Bild: Der Stadtbus ist nach wie vor im Bestand. Die Strecke hier hat sicher aber nach dem Umbau Altburgs stark geändert.
Dagegen war der Bereich um den Bahnhof Buchheide immer mehr das Zentrum des Car-Systems geworden. Aus einem mehr oder weniger zweispurigen Kreis mit Ausweichen und zwei Bussen, die abwechselnd fuhren, entwickelte sich bald eine recht komplizierte Steuerung mit zwei Bussen und zwei LKWs, dazu insgesamt drei Bahnübergänge. Diese Strecke funktionierte bis zuletzt einwandfrei.

Bild: Damals ein Highlight unter den Fahrzeugen: Der BMW Autotransporter. Die Akkus waren in den PKW versteckt, der Motor passend im Rahmen des LKW. Heute ist hier ein Holzlagerplatz, und die Schmalspurstrecke ist auch elektrifiziert.
Bei jedem größeren Umbau der Anlage wurde unsererseits versucht, das Car-System so gut es geht, zu integrieren. Nach diesen Gesichtspunkten wurde die erste Strecke ins Dorf Schönblick ausgebaut, und Richtung Falkenstein bzw. zum Bauernhof verlängert. Leider lief der Betrieb hier nie ganz einwandfrei, und zuletzt beschränkte sich alles auf zwei, drei LKWs, die zwischen Schönblick und Zell pendelten.

Bild: Falkenstein vor dem letzten Umbau: Die Stichstrecke nach Buchheide ist noch elektrifiziert. Den Hängerzug "Euroflower" gibt es nach wie vor.
2004 kam dann die große Wende. Nachdem wir spontan beschlossen hatten, dass der Bereich hinter dem Schmalspurbahnhof Zell erneuert werden sollte, wurde kurzerhand auch eine neue Straße gebaut, die nun beide Car-System Strecken verbinden sollte. Zentraler Punkt wurde ein Kreisverkehr, von dem aus man einerseits nach Buchheide, Falkenstein, zum Bauernhof, nach Schönblick, aber auch in den unterirdischen Schattenbahnhof mit Ladestation fahren kann. Großes schwebte uns vor, schließlich sollten alle Autos (fast) überall fahren können, und zwar nicht, wie bisher, relaisgesteuert, sondern mittels eigens geschriebener Software, die die Fahrtstrecken der Autos vorausberechnen kann, und die Strecke gegen jeweils "feindliche" Begegnungen absichern sollte. Die Fahrzeuge sollten anfahren und bremsen können, beleuchtet sein, und bei Bedarf von alleine zur Ladestation fahren können.

Bild: Der Kreisverkehr verbindet die einzelnen Streckenteile und lässt Fahrten nach Altburg und zur Ladestation zu. Die vielen Weichen auf engstem Raum haben uns schon vor das eine oder andere Problem gestellt.
Natürlich funktioniert nicht alles fehlerfrei. Es gab genug Fahrzeugabstürze, das eine oder andere mit Totalschaden, es mussten Weichen und Stoppstellen zig Mal umgebaut werden, ganz zu schweigen von den Fahrdrähten. Sozusagen als Tribut an den nachträglichen Einbau in eine bestehende Anlage.

Bild: Selten ist die Kamera bei der Hand, wenn etwas passiert. Umso lustiger sind manche Unfälle, so wie dieser hier: Beim Umkehren in Altburg hat der Bus seinen Fahrdrahtkontakt verloren und ist auf das Geländer des Parkplatzes geklettert. Dass es sich um eine Fahrschulfahrt handelt, sei nur nebenbei erwähnt...
Mittlerweile haben wir nicht nur den Parplatz überarbeitet (nun mit 48 Abstellplätzen), sondern auch die Ladestation völlig neu konstruiert. Um eine zuverlässige und schonende Ladung der Akkus zu erreichen haben wir natürlich auch die Elektronik der Ladestationen selbst entwickelt und gebaut. Die Funktionsweise der Ladeelektronik ist eigentlich recht simpel: Das Auto fährt in die Ladestation, anschließend werden über einen Servo zwei Messingbleche an die Spiegel der Fahrzeuge gefahren. Nun wird der Akku des Autos entladen, bis die Ladeschlussspannung erreicht wird. Meistens dauert der Ladevorgang nur sehr kurz, da ja die Autos nur in die Ladestation fahren, wenn die Akkus beinahe leer sind. Danach werden die Akkus entladen, bis ein Delta-U von 10mV erreicht wurde. Nachdem der Ladevorgang abgeschlossen ist wird die Ladestation wieder geöffnet und das Fahrzeug fährt in den Parkplatz.

Bild: In der Ladestation: Über Drahtbügel werden die Fahrzeuge automatisch aufgeladen. Nach Beendigung des Ladevorgangs fahren die Fahrzeuge automatisch auf ihren Parkplatz.
Der Umbau des Bereichs Altburg bedeutete auch für das CarSystem eine größere Erweiterung. Der Bahnhofsvorplatz ist genauso erschlossen worden wie die neue Straße am Anlagenrand. Dazu kommt die Möglichkeit einer späteren Integration der Feuerwehr und der schon länger geplante Bau einer Obusstrecke.
Fairerweise muss man aber auch zugeben, dass es nicht immer so problemlos lief, wie von unserer Seite erwartet. Probleme mit Fahrzeugen, mit der Strecke und mit dem PC liessen den Betrieb auch immer wieder zusammenbrechen. Trotzdem wurde nicht aufgegeben, und neue Ideen sind immer noch vorhanden.

Bild: Die erweiterte Stadt Altburg. Im Vordergrund die Buskehre mit Straßenbahnanschluss und die Brücke über die Bahnhofseinfahrt.
Erstellt am: 12.04.2009Zuletzt bearbeitet: 04.12.2012